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Erntedank in Bavenstedt
Vorstellung des neuen Antependiums


(Wieder einmal ein herrlich geschmückter Erntedankaltar)

Antependien nennt man die Stoffe, die Kanzel und Altar in der Kirche schmücken. Es gibt sie in verschiedenen Farben - je nach Anlass im Kirchenjahr. Wenn keines der großen Feste ansteht - und das ist die meiste Zeit im Kirchenjahr - , dann wird ein grünes Antependium aufgehängt. Frauke Weißflog, die nur wenige Meter neben unserer St. Martins Kapelle wohnt, hat ein neues Antependium für unsere Kirche entworfen und gewebt. Im Erntedankgottesdienst hat sie uns die tiefere Bedeutung der Farben und Formen erklärt.

Grün ist die Grundfarbe des neuen Antependiums. Grün ist die Farbe der Pflanzenwelt - sie steht für Fruchtbarkeit, Wachstum und Werden. Zufriedenheit, Ruhe und Hoffnung sind Ausdruckswerte des Grün. Es symbolisiert die Vereinigung und Durchdringung von Wissen und Glaube. Grün vereinigt Blau und Gelb - und so ist auch der Farbverlauf aufgebaut. Im unteren Bereich ist sehr viel Blau dabei. Blau ist die Aufhellung der Finsternis; es steht für Konzentration und Wahrheit; es verleiht dem Bild Stabilität. Blau strahlt nach innen. Der dunkle Beginn steht für die dunkle, vom Wasser durchdrungene Erde, in die das Samkorn gelegt wird. Am entgegengesetzten Ende befindet sich ein leuchtendes Gelb. Gelb ist die Farbe des Lichts, der Sonne, des Geistes. Gelb strahlt nach außen. Blau hält und trägt die Pflanze - Gelb lässt sie erstrahlen (z.B. die Sonnenblume).

Grün macht unseren Geist aktiv: Wenn man längere Zeit seinen Blick auf eine grüne Fläche konzentriert, dann ergänzt unser Auge die Farbe Rot - die Farbe, die für Leben, Blut und Hingabe steht, für Wärme und Liebe.


(Das Photo gibt übrigens die Farben nicht ganz richtig wieder!)

In den Stoff ist ein Kreuz hineingewebt - das Symbol für Christus und den Glauben an ihn. Das Kreuz ist nicht mittig angeordnet - so wird Spannung erzeugt und das ruhige Grün in unterschiedliche Felder unterteilt.

Außerdem erscheint das Kreuz nicht in einer durchgängigen Form, sondern es setzt sich zusammen aus rhythmisch gegliederten Rechtecken und Quadraten. Die Zwischenräume sind wichtiger Bestandteil. Sie erzeugen Spannung und müssen von unserem Denken überwunden werden. Wir müssen in unserem Geist schöpferisch tätig werden und die Form vervollständigen. Die Unterbrechungen fordern uns dazu heraus, Verbindungen und Verknüpfungen zu schaffen. Von unten nach oben - die Beziehung zu Gott. Von links nach rechts - die Beziehung zu den Menschen.

Übrigens ist das ganze Antependium als solches ein Symbol für das Kreuz: Es ist handgewebt und besteht aus einer Vielzahl von gekreuzten Fäden.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Frau Weißflog für ihre Arbeit und für die beeindruckende Deutung, die sie uns in dem Gottesdienst gegben hat! Sie ist auf dem Photo zwischen Frau Bodenburg und Pastor Bartels zu sehen.

Nach dem Gottesdienst konnten wir nicht nur ein erfrischendes Getränk, sondern auch noch das schöne Herbstwetter genießen.

Ob man in diesem schönen Ambiente auch mal ein kleines Fest feiern kann? Vielleicht finden sich ja Gemeindeglieder, die so etwas organisieren wollen!

Unsere Konfirmanden habe ein gutes Service-Team abgegeben!

 

 


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