Herzlich willkommen auf den Seiten der Kindertagesstätte Regenbogen
der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Andreas - Harsum

Inhaltsverzeichnis

1.1. Vorwort

1.2. Auftrag des Kindergartens

1.3. Der Kindergarten und sein Umfeld

2. Unsere pädagogische Arbeit

2.1. Unser Bild vom Kind

2.2. Religiöse Erziehung

2.3. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

2.4. Intellektuelle Entwicklung

2.5. Motorische Entwicklung

2.6. Sprachliche Entwicklung

3. Weitere Umsetzungen der Ziele in unserer pädagogischen Arbeit

3.1. Freispiel

3.2. Gezielte Angebote

3.3. Arbeitsgemeinschaften

3.4. Projekt: „6er Bande“

3.5.Partizipation

3.6. Projekt „Tod und Sterben“

3.7. Eingewöhnungsphase

 

4. Rahmenbedingungen

4.1. Öffnungs- und Betreuungszeiten

4.2. Gruppenstärke

4.4. Ferienregelung

4.5. Raumausstattung

4.6. Wichtige Hinweise für Eltern

5. Personelle Besetzung

5.1. Verfügungszeiten

5.2. Fort– und Weiterbildung

5.3. Auszubildende

5.4. Einzelintegration

5.5. Zusammenarbeit mit Eltern

5.6. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

6. Schlussbemerkung

 

 

 

 

 

1.1. Vorwort

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

wir begrüßen Sie sehr herzlich in unserem Kindergarten und freuen uns, Ihr Kind ein Stück seines Lebens begleiten zu dürfen.

Wir sind uns des Vertrauens bewusst, das Sie unserem Kindergarten mit der Anmeldung Ihres Kindes entgegenbringen.

Auf folgenden Seiten möchten wir Sie mit unserem Kindergarten vertraut machen und Ihnen die Ziele unserer Arbeit mit dem pädagogischen Konzept nahe bringen.

Wir wünschen Ihnen und uns, dass sich Ihr Kind in unserer Einrichtung wohl fühlt und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Dieses Konzept stellt den derzeitigen Ist-Zustand dar und wird fortgeschrieben. Daher ist es möglich, dass wir im Laufe des Kindergartenjahres aufgrund von gemachten Erfahrungen davon abweichen.

Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens und der Kirchenvorstand der St. Andreas Kirchengemeinde

 

1.2. Auftrag des Kindergartens

Das Kindertagesstätten-Gesetz beschreibt den Auftrag von Tageseinrichtungen im §2(1) wie folgt:

Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Sie haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Tageseinrichtungen sollen insbesondere

- die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken,

- sie in sozial verantwortliches Handeln einführen,

- ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung

im Rahmen der jeweiligenMöglichkeiten des einzelnen Kindes fördern,

- die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Phantasie fördern,

- den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen,

- den Umgang von behinderten und nicht behinderten Kindern sowie von Kindern von unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern.

Seit Januar 05 gibt es für Niedersachsen einen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich. Dieser ist natürlich auch in unserer Konzeption wieder zu finden. 

 

1.3. Der Kindergarten und sein Umfeld

Der Regenbogenkindergarten wurde neu erbaut und zum Kindergartenjahr 1991/1992 eröffnet. Träger ist die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Andreas Harsum. Zum Tauffest erhielt die Einrichtung ihren Namen

„Regenbogen“

 Dieser wurde durch einen Ideenwettbewerb in der Kirchengemeinde ermittelt. Der Kindergarten befindet sich direkt neben dem Gemeindehaus und gegenüber dem Pfarrhaus. Die St. Andreas Kirche grenzt mit ihren Grünanlagen an das Außengelände des Kindergartens. Im Kindergarten findet man sowohl Kinder von alteingesessenen Harsumern, als auch Kinder von zugezogenen Familien.

2. Unsere pädagogische Arbeit

2.1. Unser Bild vom Kind

Jedes Kind bringt seine Persönlichkeit schon mit, wenn wir es kennen lernen. Es hat Vorlieben und Abneigungen, stärken und Schwächen wie wir. Die Kinder sind Akteure ihrer Entwicklung, d.h. sie haben eine angeborene Bereitschaft zum Lernen. Sie wollen sich weiterentwickeln und ihre Umwelt begreifen lernen. Es ist unser Bestreben, das Kind zu unterstützen, wenn es Hilfe fordert, ihm Zuwendung und Schutz zu geben, wenn es dieses wünscht. Gelingt uns dieses in partnerschaftlichem Umgang mit den Kindern, dann sind wir unserem Ziel einen Schritt näher gekommen, die Kinder für ihren weiteren Lebensweg in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Kinder in christlicher Verantwortung zu erziehen, heißt, sie so anzunehmen wie sie sind. Das Kind steht mit seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir nehmen sie mit ihren Bedürfnissen ernst und geben Ihnen Schutz, Geborgenheit und Sicherheit. Erst wenn diese Grundbedürfnisse des Lebens erfüllt sind, spielen Kinder - lernen Kinder. Wir helfen den Kindern bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation und begleiten sie bei der Auseinandersetzung mit der Welt.

2.2. Religiöse Erziehung

Das Leitmotiv unseres pädagogischen Handelns ist ein christliches Menschenbild. Die Kinder spüren, dass ihre Fragen ernst genommen werden und ihre Gefühle geachtet werden, so erfahren sie, dass sie angenommen werden, wie sie sind. In Geschichten von Jesus hören sie von der bedingungslosen Annahme des Menschen von Gott. Unser Kindergarten nimmt aktiv am Leben der Kirchengemeinde teil. Die Kinder erleben die Feste im Jahreskreis, wie z.B. Erntedank, St. Martin, die Adventszeit u.s.w. Aber auch in alltäglichen Situationen werden Bezüge zu Gott hergestellt durch Gespräche, Gebete, religiöse Lieder, biblische Geschichten und christliches Handeln. Zudem findet einmal im Monat eine Andacht mit unserem Pastor in der Kirche statt. Dadurch werden die Kinder an die Rituale der Kirche herangeführt. Damit leistet der Kindergarten einen wichtigen Beitrag der Glaubensweitergabe.

 

 2.3. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Emotionale Entwicklung bedeutet, seine Gefühle (wie z.B. Freude, Wut, Trauer..) zu erkennen, damit umzugehen und sie ausdrücken zu können. Die Grundlage für die emotionale Entwicklung des Kindes wird in der frühen Kindheit gelegt und ist eine Voraussetzung für soziale Verantwortung und Rücksicht. Die Fähigkeit, Gefühle bei anderen wahrzunehmen und zu verstehen ist ein weiteres Merkmal emotionaler Kompetenz. Emotional kompetente Kinder sind in der Lage, mit den vielschichtigen Gefühlen des Lebens umzugehen. Sie lernen, sich in andere hineinzuversetzen. Soziale Kompetenz ist eine wichtige Voraussetzung, damit das Zusammenleben mit anderen Menschen funktioniert. Kinder entwickeln sich durch soziale Beziehungen und eigene Erfahrungen. Kinder entwickeln im Kontakt untereinander und mit anderen Bezugspersonen Fähigkeiten, sich als Person zu erleben, ihre Gefühle wahrzunehmen und angemessen auszudrücken. Ebenso erlernen sie im Umgang untereinander soziale Verhaltensweisen und die Fähigkeiten, ihre Beziehungen zu anderen Menschen kompetent zu gestalten. Der Beginn des Kindergartens bedeutet für die meisten Kinder die erste längere Trennung vom Elternhaus. Unsere Aufgabe ist es, enge Beziehungen zwischen den Kindern, und der Erzieherin und dem Kind zu schaffen und somit dem Kind Sicherheit zu vermitteln. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, während der Kindergartenzeit mit Konflikten umzugehen, Regeln aufzustellen und einzuhalten. Jedes Gefühl ist okay, aber nicht jedes Verhalten. Dazu gehört es auch, Rechte und Pflichten zu verstehen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Es ist uns außerdem ein Anliegen, den Kindern zu vermitteln, mit dem Eigentum anderer verantwortungsvoll umzugehen.  

2.4. Intellektuelle Entwicklung

Intellektuelle Entwicklung bedeutet, seinen Verstand zu entwickeln, um Probleme zu lösen, Theorien aufzustellen, Zusammenhänge zu erkennen und logisch zu denken. Wenn man ein Kind anregt, seine Sinne maximal zu entdecken, legt man damit eine gute Grundlage für seine intellektuelle Entwicklung. Das Kind soll im Vorschulalter seine Fähigkeit zur Problemlösung erlangen. Kognitive Fähigkeiten herauszufordern, ist eine selbstverständliche Aufgabe unserer Bildungseinrichtung und Grundlage für die eigenverantwortliche Lebensgestaltung jedes Menschen. Wichtig ist uns, dass dabei die Eigenaktivität der Kinder zugelassen und unterstützt wird und die Gestaltung des Lernprozesses ergebnisoffen verläuft. Ziel der pädagogischen Arbeit unseres Kindergartens ist es, Tätigkeiten eine Weile ( altersentsprechend ) durchzuhalten und sich auf Aufgaben konzentrieren zu können. Das heißt, Ausdauer und Konzentration sind für uns wünschenswert und wichtig. In den Arbeitsgemeinschaften (AG) und Projekten werden oft Ausflüge und Exkursionen unternommen, in denen die Kinder teilhaben an einer realen Welt, die nicht didaktisch aufbereitet ist und Chancen bietet zum Erwerb von Weltwissen und lebenspraktischen Fähigkeiten. Mit zunehmendem Alter nehmen die Kinder verschiedenen Formen und Größen auch Zahlen wahr und erschließen sich zunehmend deren Bedeutung für den Alltag. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, zum Ordnen, Vergleichen, Messen und zum Kennen lernen mathematischer Zusammenhänge (Mengen erfassen, Raum/Lage Beziehungen erkennen, Begriffe mehr/wenige und oben/unten erkennen, zählen). Auch das Malen, Basteln und Bauen führen zur Auseinandersetzung mit den Eigenschaften verschiedener Körper (Würfel, Quader) und Flächen.

2.5. Motorische Entwicklung

Motorik besteht aus Grobmotorik, Feinmotorik und Wahrnehmung. Die motorische Körperentwicklung geschieht von oben vom Kopf bis unten zu den Füßen. Sie geschieht auch von innen nach außen zu den Fingerspitzen und Zehen. Die motorische Entwicklung ist eng verknüpft mit den übrigen Entwicklungsgebieten. Durch die Motorik bekommt das Kind Voraussetzungen:

Die Kinder können im Kindergarten ihre grobmotorischen Grundformen festigen und weiter entwickeln (hüpfen, laufen, robben, kriechen, rollen…) und die Bewegungen von Hand und Fingern beherrschen. Auch die Fähigkeit, die Signale der Sinnesorgane zu registrieren und zu deuten, muss erlernt werden. Das, was das Kind sieht, hört und fühlt, wird zu einer Einheit zusammengestellt, die entsprechend den früheren Erfahrungen des Kindes bearbeitet und gedeutet wird, so dass das Kind es versteht.

Bewegung ist das Tor zum Lernen und hat im Zusammenhang mit der Wahrnehmung eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung. Daher bieten wir den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen als Anreize für ihre körperliche und geistige Entwicklung. Wir fördern die Bewegungsfreude, indem wir Freiräume schaffen, in denen sich die Kinder draußen und drinnen spontan bewegen können und zum Laufen, Rennen, Hüpfen, Kriechen und Toben herausgefordert werden. Unser Außengelände bietet bewusst wenig vorgefertigte Spielmöglichkeiten, damit die Kinder selbst aktiv und kreativ werden können. Die vielen Büsche bieten Gelegenheit zum Verstecken und unbeobachteten Spielen. Im Sommer 2004 kam ein Wasserspielbereich dazu, der das Experimentieren mit Wasser und Sand ermöglicht. In Zusammenarbeit mit der „Holunderschule“ ist 2006 auf dem Außengelände ein Hundertwasserweg entstanden. Dabei haben Eltern und Kinder selbst ganz aktiv an der Gestaltung mitgewirkt. Bedingt durch den Krippenanbau fand 2010 wiederum eine Veränderung und Erneuerung auf dem Außengelände mit der Holunderschule und vielen hilfsbereiten Eltern statt. Materialien in Form von Ästen, Brettern und Kisten fordern zu vielfältigem Spielen heraus. So ist das Außengelände ein wichtiger Bestandteil unserer Konzeption. Ergänzt wird dieser durch die einmal im Jahr stattfindende Waldwoche, in der wir mit allen Kindern den Vormittag im Wald verbringen. Aber nicht nur die Bewegung mit dem ganzen Körper, sondern auch das Bewegen der kleinen Muskelgruppen ist uns wichtig. So finden wir im Alltag viele Situationen, in denen die Kinder dazu angeregt werden, wie z. B. das Essen mit Messer und Gabel, Knöpfe öffnen und schließen, basteln, bauen, malen…….

2.6. Sprachliche Entwicklung

Sprechen lernen ist eine der wichtigsten Leistungen im Kindergarten. Die gesprochene Sprache ist das bedeutendste zwischenmenschliche Kommunikationsmedium, um sich zu verständigen und die materielle, soziale und geistige Welt zu erschließen. Es ist unser Ziel, das Sprachverständnis und die Sprechfähigkeit zu fördern. Unterstützend gibt es noch viele Arten sich mitzuteilen, nämlich über Mimik, Gestik, über Töne, Bilder und Zeichen. Für die sprachliche Bildung haben sich musikalische und rhythmische Formen wie Lieder, Reime, Singspiele und Bewegung als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Kinder lernen so ganz beiläufig den Sprachrhythmus und den Satzbau der deutschen Sprache kennen, erweitern ihren Wortschatz und begegnen der Sprache in einer Weise, die Kindern besonders viel Freude macht.

3. Weitere Umsetzungen der Ziele in unserer pädagogischen Arbeit

3.1. Freispiel

Das Freispiel ist ein Grundbedürfnis der Kindheit und nimmt den größten Zeitraum in Anspruch, während die Kinder im Kindergarten sind. Das Freispiel wird im Haus und draußen im Garten des Kindergartens angeboten. Freispiel bedeutet aber auch, dass die Kinder nicht ständig und ununterbrochen beaufsichtigt werden. So dürfen z.B. drei Kinder aus jeder Gruppe im Spielefoyer, zwei Kinder je Gruppe auf dem Flur und zwei Kinder aus jeder Gruppe auf dem Außengelände spielen. Es gelten klar abgesprochene Regeln, die dann von jedem Kind eingehalten werden müssen. Durch das Freispiel erhalten die Kinder die Möglichkeiten, ihre Wüsche, Bedürfnisse und Interessen zu realisieren, indem sie das Spiel selbst, den Ort und die Freunde frei bestimmen können. Die Erzieherin nimmt die Bedürfnisse der Kinder, ihre Stärken und Schwächen wahr. Sie unterstützt die Kinder bei Spielszenen, hilft bei der Konfliktlösung, tröstet, setzt Grenzen, bietet sich als Spielpartnerin an und bringt neue Anregungen ins Spiel ein.
Wichtig ist uns dabei, die Erzieherinnen nicht als Animateure wirken zu lassen, sondern nach dem Grundsatz „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ zu handeln. Eine wichtige Aufgabe der Erzieherinnen ist es ebenso, dafür zu sorgen, dass bei den Spielmöglichkeiten alle Altersgruppen berücksichtigt werden. Mit dem Freispiel wird eine wesentliche Grundvoraussetzung für das schulische Lernen geschaffen, da hier Motivation, Interesse, eigenständiges Bearbeiten von sachorientierten Problemstellungen und eigenverantwortliches Handeln aufgebaut werden. Im Spiel können Phantasie, Schaffens- und Entwicklungsfreude, Kreativität, Kooperationsfähigkeit, Konfliktlösungsverhalten und Selbstwertgefühl entwickelt und erfahren werden. Freiraum ist für Kinder deshalb so wichtig, weil sie hier lernen, die Realität zu begreifen und Erfolgserlebnisse zu haben.

3.2.Gezielte Angebote

Freispiel und gezielte Angebote laufen während des Vormittages nebeneinander her, können sich auch gegenseitig ergänzen oder auch weiterführend eingesetzt werden. Gezielte Angebote beruhen hauptsächlich auf:

Diese gezielten Angebote werden hauptsächlich für die Kinder der eigenen Gruppe von den pädagogischen Mitarbeiterinnen erarbeitet und angeboten, d.h. für einzelne Kinder aber auch für Kleingruppen oder im Stuhlkreis für die gesamte Gruppe. Die gezielten Angebote werden in einem Thema oder Projekt zusammengefasst– z.B. „Herbst“:

Die Themen und deren Inhalte variieren von Jahr zu Jahr sehr stark, je nach der gegebenen Kindergruppe. Wie lange an dem Thema gearbeitet wird, richtet sich auch nach dem Interesse der Kinder aus.  

 3.3. Arbeitsgemeinschaften

Seit Ostern 2005 bieten wir im Kindergarten AG´s an. Diese Arbeitsgemeinschaften finden einmal in der Woche über einen Zeitraum von ca. neun bis zwölf Wochen statt. Alle Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren dürfen sich eine AG aussuchen. Alle Kinder unter vier haben die Möglichkeit, an der Spiele und Lieder AG teilzunehmen. Innerhalb dieser AG´s können wir mit einer kleinen Gruppe von Kindern intensiv an einem Thema arbeiten und die Kinder können die AG aktiv mit gestalten. Die Themen sind sehr unterschiedlich wie z. B.

3.4. Projekte: 6er Bande

Die Kinder, die im kommenden Jahr eingeschult werden, werden Ende des Jahres zur so genannten 6er Bande zusammengefasst. Diese Kinder treffen sich einmal in der Woche mit zwei Erzieherinnen gruppenübergreifend. Während jeder 6 er Bande machen die Kinder einen Erste Hilfe Kurs und besuchen das St. Bernward Krankenhaus, auch das monatliche Schwimmen gehört zum „Standartprogramm“. Ansonsten bestimmen die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen das Thema des Projektes der 6er Bande. Innerhalb dieser Kleingruppe von Gleichaltrigen besteht noch einmal die Möglichkeit die Kinder in Bezug auf die Schulreife gezielt zu fördern.  

 3.5. Partizipation

Partizipation in der Kinderbetreuung heißt nicht, Kindern Demokratieformen Erwachsener überzustülpen. Demokratische Kompetenzen werden nicht in einmaligen Veranstaltungen gelernt, sondern im täglichen Miteinander.

Kinder müssen in ihrem Alltag die Erfahrung machen, dass ihre Meinung gefragt ist und sie reale Chancen haben, etwas in ihrem Lebensumfeld zu beeinflussen. Allzu oft wird jedoch von Kindern verlangt, sich dem eingespielten Alltagsbetrieb des Kindergartens anzupassen. Es wird viel Zeit und Kraft darauf verwendet, damit Kinder Entscheidungen Erwachsener akzeptieren, anstatt ihnen zu helfen, ihre eigenen Interessen und Vorstellungen auszudrücken und umzusetzen Partizipation ernst nehmen, das heißt, Kinder zu unterstützen als Experten in eigener Sache aufzutreten. Partizipation von Kindern verlangt daher vor allem, Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen.

Diesen Grundgedanken versuchen wir, in unsere alltägliche Arbeit mit einzubeziehen. Wir wollen die Kinder dort beteiligen, wo sie betroffen sind.

3.6. Projekt „Tod und Sterben“

Heute bereiten wir unsere Kinder auf alle anstehenden Veränderungen vor (z.B. wenn ein Geschwisterkind kommt, Vorbereitung auf die Schule…). Wir sind der Meinung, wenn man Kinder auf das Leben vorbereiten will, darf man das Thema „Tod“ nicht auslassen. Als Mitglied einer Familie sollte das Kind an jedem wichtigen - selbst traurigen - Ereignissen teilhaben dürfen.

Es ist eine Tatsache, dass es gut und hilfreich für das Kind ist, wenn wir sie in alle unsere Erfahrungen mit hinein nehmen - in kindgemäßer Weise.

Jedes Jahr bieten wir für die fünfjährigen Kinder in unserem Kindergarten das Projekt „Umgang mit Tod und Sterben“ an. Es beginnt immer nach Aschermittwoch und dauert ca. sechs Wochen. Die Teilnahme ist freiwillig und nicht verpflichtend. Auch die Eltern werden bei einem Elternabend über dieses - für viele nicht leichte - Thema informiert. Das Projekt wird von Erzieherinnen durchgeführt, die sich lange und intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

3.7. Eingewöhnungsphase

Bei der Eingewöhnungsphase ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, um die Trennung von den Eltern für die Kinder so individuell wie möglich zu gestalten. Vor der Neuaufnahme im Sommer bieten wir regelmäßig zwei Mal im Jahr für Eltern mit Kindern, die noch nicht in den Kindergarten gehen einen Spielnachmittag an. Dabei hat man die Gelegenheit den Kindergarten und die Erzieherinnen kennen zu lernen. Zudem hat jedes Kind vor dem Neubeginn im Kindergarten die Möglichkeit, einen Schnuppertag bei uns zu verbringen. Ob dieser mit oder ohne Eltern verbracht wird und auch wie lange dieser dauert ist individuell sehr unterschiedlich. Um neue Eltern mit unserer Konzeption und mit dem Alltag vertraut zu machen, findet vor jedem Kindergartenjahr ein Einführungselternabend statt.

In der Krippe ist natürlich noch viel mehr Zeit und Elternzusammenarbeit nötig. Wir gestalten die Eingewöhnung individuell ganz nach den Bedürfnissen der Kinder und Eltern und richten uns dabei nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Die Eltern sollten auf jeden Fall 1-3 Wochen Zeit einplanen, die sie mit im Kindergarten oder rufbereit sein sollten. Vor dem Krippenbeginn kommt die Bezugserzieherin zu einem Hausbesuch, um das Kind in seiner gewohnten Umgebung kennen zu lernen.  

4. Rahmenbedingungen

4.1. Öffnungs – und Betreuungszeiten

Der Kindergarten Regenbogen öffnet morgens um 7.00 Uhr mit dem Frühdienst. Ab 8.00 Uhr beginnt die reguläre Öffnungszeit.

Alle Kinder sollten bis 9.00 Uhr im Kindergarten sein.

Die Halbtagskinder bleiben bis um 12.00 Uhr (Abholzeit 11.45 Uhr bis 12.00 Uhr), wenn sie hier zu Mittag essen, bleiben sie bis 13.00 Uhr (Abholzeit 12.45 Uhr bis 13.00 Uhr). Die Ganztagskinder werden bis 16.00 Uhr oder abgeholt. Zwischen 14.30 Uhr und 15.00 Uhr findet unsere Kakaostunde statt, in dieser Zeit sollte kein Kind abgeholt werden.

Die Krippengruppe hat von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Von 7.00 bis 7.30 Uhr wird ein Frühdienst in der Krippe angeboten. Wer den Früh- und /oder Spätdienst in Anspruch nehmen möchte, muss sein Kind dafür anmelden.  

4.2. Gruppenstärke

Der Kindergarten Regenbogen besteht aus zwei Gruppen mit 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Sollten Kinder unter drei Jahren im Rahmen einer alterserweiterten Gruppe im Kindergarten aufgenommen werden, reduziert sich die Anzahl der Kinder in der jeweiligen Gruppe. Seit August 2009 haben wir auch eine Krippengruppe mit bis zu 15 Kindern im Alter von 0-3 Jahren.

4.4. Ferienregelung

Der Kindergarten hat während der Sommerferien drei Wochen geschlossen und zudem fünf Werktage in den Osterferien. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtung nicht geöffnet. Außerdem finden zwei Studientage für die Mitarbeiterinnen und ein Betriebsausflug statt.  

4.5. Raumausstattung

Außer den zwei Gruppenräumen stehen den Kindern und Mitarbeiterinnen noch folgende Räume zur Verfügung:

Zu den beiden Gruppenräumen gehören

 4.6. Wichtige Hinweise für Eltern

5. Personelle Besetzung

In unserem Kindergarten arbeiten acht pädagogische Fachkräfte, sowie zwei Reinigungskräfte, eine Küchenkraft und ein Gärtner/Hausmeister.

5.1. Verfügungszeiten

Unter Verfügungszeit verstehen wir die Zeit, die für die pädagogische Arbeit notwendig ist, jedoch nicht am Kind stattfindet. Jeder Gruppe stehen 7,5 Stunden Verfügungszeit zu. Diese Zeit wird für Vorbereitung der AG´s und Projekte, Reflektionen, Elterngespräche u.s.w. benötigt. Einmal wöchentlich findet bei uns eine Dienstbesprechung für das pädagogische Personal statt.

 5.2. Fort- und Weiterbildung

Den Mitarbeiterinnen stehen jährlich zwei gemeinsame Studientage zur internen Fortbildung zur Verfügung. An diesen Tagen bleibt der Kindergarten geschlossen. Unser Team besteht aus motivierten und engagierten Erzieherinnen, die an verschiedenen Fortbildungen teilnehmen.  

5.3. Auszubildende

Jeweils entsprechend der Nachfrage bilden wir auch aus, z. B.

5.4. Einzelintegration

Sollte in unserem Kindergarten ein behindertes Kind angemeldet werden, wäre es möglich, eine Einzelintegration zu beantragen. Zu beachten ist allerdings, dass im katholischen Kindergarten St. Vincent seit Sommer 05 eine Integrationsgruppe besteht.

5.5. Zusammenarbeit mit Eltern

Die Mitarbeit der Eltern ist erwünscht, für Ideen und Anregungen sind wir dankbar. Wenn Sie als Eltern Fragen haben, sich freuen oder ärgerlich sind, dann sollten Sie die betroffenen pädagogischen Mitarbeiterinnen ansprechen. In jedem Kindergartenjahr wird ein Elternrat gewählt, dem aus jeder Gruppe ein/e Elternvertreter/in und jeweils ein/e Stellvertreter/in angehören. Der Kindergartenbeirat besteht aus dem Elternrat, zur Zeit zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes (die auch für Rückfragen zur Verfügung stehen), einer Erzieherin und der Leiterin der Einrichtung. Hierzu gibt es eine Satzung mit einer Aufgabenbeschreibung und Wirkungsrechten. An Elternarbeit bieten wir an:

5.6. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir arbeiten mit der Grundschule Harsum zusammen, indem z. B. die einzuschulenden Kinder eine Hospitationsstunde besuchen. Wir sind bemüht, diese Zusammenarbeit zu vertiefen und auszubauen. Auch mit den andern Kindergärten in Harsum stehen wir im Austausch. Ebenso treffen wir uns alljährlich zur Vergabe der Kindergartenplätze. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen bietet uns die Möglichkeit, mit KollegInnen und anderen Fachkräften Erfahrungen auszutauschen und neue Informationen hinzu zu gewinnen. Durch Weitervermittlung an eine andere Einrichtung haben Eltern und Kinder die Chance bei besonderen Fragestellungen und Problemen außerhalb des Kindergartens spezifische Hilfsangebote wahrzunehmen. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt finden zahnärztliche Untersuchungen in unserer Einrichtung statt. Informationen werden in entsprechender Weise an die Kinder weitergegeben. Praktische Anleitung zu Zahnhygiene und gesunder Ernährung tragen dazu bei, dass die Kinder ein natürliches Verhältnis zu ihrer Gesundheit bekommen.

6. Schlussbemerkung

Der Entwurf für diese Konzeption wurde vom Team des Kindergarten Regenbogens erarbeitet. Er wurde im Beirat des Kindergartens beraten und vom Kirchenvorstand auf seiner Sitzung am 21. Februar 2006 beschlossen. Ergänzt wurde sie im Juli 2008, die jetzige Fassung ist vom September 2010. 


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